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An der Nelson-Mandela-Schule gibt es zwei Wege zum Abitur. Der erste und unserem anspruchsvollen bilingualen Schulmodell grundsätzlich entsprechende Weg ist die klassische dreijährige gymnasiale Oberstufe („G-9-Modell“). Sie umfasst zwei Teile: die 11. Klasse und die viersemestrige Qualifikationsphase (das vormalige Kurssystem). Der zweite Weg führt, bei entsprechenden sehr guten Leistungen, direkt von der Versetzung in die gymnasiale Oberstufe nach der 10. Klasse in die Qualifikationsphase („G-8-Modell“). So können wir für alle Schüler/innen einen Bildungsgang anbieten, der ihren jeweiligen Lernbiographien und sonstigen Interessen entspricht.

Der größte Teil des Unterrichts im 11. Jahrgang wird im Klassenverband erteilt. Unterrichtsfächer sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Bildende Kunst, Darstellendes Spiel, Musik, Geographie, Geschichte, Politikwissenschaft, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Sport. Mindestens eines der oben genannten Fächer wird ergänzend bzw. vertiefend auch als Wahlpflichtkurs besucht. Um in die Qualifikationsphase übergehen zu können, müssen die Schüler die Versetzung in den 12. Jahrgang erreichen. Die Leistungen im 11. Jahrgang zählen jedoch nicht für das Abitur.

Im Rahmen der Qualifikationsphase besuchen die Schüler vier Semester lang in zwei Fächern Leistungskurse, in denen sie sich mit deren Inhalten und Arbeitsweisen vertieft auseinander setzen. Darüber hinaus müssen sie im Rahmen der dreijährigen gymnasialen Oberstufe während der Qualifikationsphase mindestens 24 Grundkurse belegen und in die Gesamtqualifikation einbringen. Viele dieser Kurse sind Pflichtkurse, sofern sie nicht als Leistungskurs belegt werden. Bei diesen Pflichtkursen handelt es sich derzeit um Deutsch (vier Kurse), Englisch (vier Kurse), ggf. eine weitere Fremdsprache (Zahl der Kurse abhängig vom Beginn des Unterrichts in dieser Sprache), ein künstlerisches Fach (zwei Kurse), Politikwissenschaft (vier Kurse) oder Geographie (vier Kurse) sowie Geschichte als Ergänzungskurs (zwei Kurse) bzw. vier Kurse in Geschichte und zwei ergänzende Kurse in Politikwissenschaft, Mathematik (vier Kurse), eine Naturwissenschaft (vier Kurse), gegebenenfalls eine weitere Naturwissenschaft (zwei Kurse, wenn Biologie durchgängig belegte Naturwissenschaft ist) und Sport (vier Kurse). Die genaue Zusammensetzung des Fächerkanons richtet sich nach den jeweils gewählten Prüfungsfächern.

Schüler/innen, die die Einführungsphase besucht haben, müssen innerhalb der Qualifikationsphase insgesamt mindestens 56 Jahreswochenstunden Unterricht nachweisen; solche, die direkt in die Qualifikationsphase übergehen (G-8-Modus), mindestens 66. Letztere müssen also ca. sieben Grundkurse mehr belegen als ihre Mitschüler/innen, die das Abitur nach drei Jahren ablegen.

Alle Prüfungsfachkombinationen müssen jedes der drei Aufgabenfelder der gymnasialen Oberstufe berücksichtigen: das sprachlich-künstlerische, das gesellschaftswissenschaftliche und das mathematisch-naturwissenschaftliche. Von den Pflichtfächern Deutsch / Fremdsprache / Mathematik müssen mindestens 2 auch Prüfungsfach sein.

Durch den erfolgreichen Besuch dieser Grund- bzw. Leistungskurse erfüllen die Schüler/innen bereits einen signifikanten Teil ihrer Abiturqualifikation (ca. 2/3!); den Kursblock. Um zum Abitur zugelassen zu werden, dürfen nur in einer sehr begrenzten Anzahl von Kursen Ausfälle (nicht mehr glatt ausreichende Noten) vorkommen.

Das Abitur selbst, der Prüfungsblock, besteht aus fünf verschiedenen Prüfungsteilen: schriftlichen Klausuren in den beiden Leistungsfächern, einer weiteren schriftlichen Klausur in einem Grundkursfach, einer mündliche Prüfung in einem weiteren Grundkursfach sowie einer besonderen Lernleistung (schriftliche Hausarbeit und Kolloquium) bzw. einer mündlichen Prüfung in einem weiteren Grundkursfach (Präsentationsprüfung).

Der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe der Nelson-Mandela-Schule ist bilingual; d.h. er wird entweder auf Englisch oder auf Deutsch erteilt. Das gleiche gilt für die Abiturprüfung selbst. Im Rahmen dieser werden in der Regel drei Prüfungskomponenten in englischer Sprache absolviert. Derzeit auf Englisch unterrichtete Sachfächer sind Geschichte, Politikwissenschaft, Mathematik, Physik und Musik.

Unterrichtsthemen und Inhalte in den einzelnen Fächern berücksichtigen einer internationalen Schule gemäß besonders stark internationale Aspekte, insbesondere im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich, und auch jenseits des Klassenzimmers bieten sich vielfältige Möglichkeiten des Engagements; z.B. durch die aktive Mitarbeit in UNESCO-Projekten, bei Model-United-Nations-Simulationen und vielen ähnlichen stark in die gymnasiale Oberstufe integrierten Projekten, für die die Schule bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist (Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, Friedensschule, mehrfacher Mondialogo-Preisträger).

Hochmobile Bewerber/innen im Sinne des Genehmigungsschreibens für unseren Schulversuch haben auch in der Sekundarstufe II Aufnahmevorrang. Sie müssen neben der Versetzung in die gymnasiale Oberstufe einen englischsprachigen Aufnahmetest bestehen und in ihrer Fremdsprachenfolge alle in der Berliner Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (VO-GO) festgelegten Verpflichtungen bereits erfüllt haben bzw. diese im Rahmen der Sekundarstufe II noch erfüllen können.

Für Bewerber/innen von anderen Berliner Schulen und aus dem Bundesgebiet, die nicht zur Gruppe der Hochmobilen gehören, gilt darüber hinaus als Mindestaufnahmebedingung der Nachweis eines mindestens einjährigen Schulbesuchs im Ausland sowie ein Notendurchschnitt von mindestens 2,5 auf dem Versetzungszeugnis in die 11. Klasse des Gymnasiums.

Weitere allgemeine Informationen finden Sie auf der Webseite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft im „Wegweiser durch die gymnasiale Oberstufe“:

http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/schulabschluesse/abitur/wegweiser_gymnasiale_oberstufe.pdf

Stand: März 2012

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