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Zum ergänzenden Angebot unserer Schule gehört das Unterrichtsfach Humanistische Lebenskunde. An der Berliner Schule können Eltern und SchülerInnen zwischen den Angeboten der Kirche (Religion) und dem des Humanistischen Verbandes (Lebenskunde) wählen. Hier finden Sie einen einen Überblick über Themen und Inhalte dieses Unterrichtsfaches, unsere Arbeitsweise, sowie Informationen über den Humanistischen Verband (HVD).

 

Grundlage des Lebenskundeunterrichts sind wissenschaftliche Erkenntnisse über die Natur und die Gesellschaft. Unser Ziel ist, Lebensorientierungen zu vermitteln, die auf weltlich-humanistischen Traditionen beruhen. Im Mittelpunkt stehen:

Was bietet unser Unterricht?

Lebenskunde orientiert sich an den Erfahrungen, Gefühlen und der Gedankenwelt der Schülerinnen und Schüler. Ihre Lust, die Umwelt und sich selbst zu erleben und zu erkennen sowie ihre Fragen nach dem Sinn des Lebens prägen den Unterricht. Dabei knüpft Lebenskunde an das in anderen Fächern erworbene Wissen an. Die Schülerinnen und Schüler werden ermuntert, über sich und die Welt nachzudenken und Standpunkte aus nicht religiöser, humanistischer Sicht zu entwickeln.

Dabei lernen sie auch Gedanken anderer Religionen und Weltanschauungen kennen, denen sie im Alltag begegnen oder die weltweit bedeutsam sind.

Im Rahmenlehrplan des Lebenskundeunterrichts, Seite 12f, wird zu Religionen ausgeführt:

„Zur humanistischen Bildung gehört Wissen über Religionen und Weltanschauungen. Kinder und Jugendliche sollen die Grundlagen der wichtigsten Religionen kennen lernen und bezogen auf die jeweilige Altersstufe kompetent mit gläubigen Menschen reden können (Gesprächskompetenz). Religionen werden auf religionswissenschaftlicher Basis analysiert und verstanden. Religionen werden nicht diffamiert oder lächerlich gemacht. Sie werden als Versuche der Menschen interpretiert, Antworten auf ihre existenziellen Fragen zu formulieren, ihr Leiden und ihr Glück, ihre realen gesellschaftlichen Konflikte und sich selbst zu verstehen. (…)
Humanistische Bildung vermittelt Toleranz gegenüber religiösen Menschen und fordert gleichzeitig dazu auf, ideologische und gesellschaftliche Funktionen von Religionen zu reflektieren. Religionen werden letztlich daran gemessen, welches Verhältnis sie zu den Menschenrechten formulieren und praktizieren.“

Inhaltlich gliedert sich unser Rahmenplan in drei große Lernfelder:

  • Das Individuum im sozialen Umfeld,
  • Verantwortung für Natur und Gesellschaft,
  • Weltdeutungen und Menschenbilder

In Lebenskunde bieten wir den SchülerInnen Zeit und Raum, die aus ihrer Erfahrungswelt resultierenden Themen und Fragen in den Unterricht einzubringen.

Einige Themen - Beispiele für die Grundschule

  • „Bist du mein Freund?“– Freunde finden und verschieden sein
  • „Ich kann fast alles …..“ – Stärken und Schwächen
  • „Wie geht’s dir heute eigentlich?“ – Umgang mit Gefühlen
  • „Bei euch geht es ganz anders zu“ – Alltag in Familien
  • „Anders ist der Fremde nur unter Anderen“ – Was ist Fremdenfeindlichkeit?
  • „Was geht ab? Und wie geht Plan B“ – Nachdenken über Zeit und Raum
  • „Ein Meranti-Baum stirbt im Regenwald“ – Natur und Umweltschutz
  • „Dem Leben selber einen Sinn geben“ – Weltlicher Humanismus
  • „Wie sieht das Jahr 2020 aus?“ – Zukunftsängste und Zukunftshoffnungen
  • „Götter, Gurus, Heilige“ – Nachdenken über die Religionen der Welt
  • „Gehört das so?“ – Umgang mit Trauer, Verlust und Tod
  • „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – Kinderrechte – Menschenrechte
  • „Können Blumen glücklich sein?“ – Gemeinsam philosophieren

Methodische Vielfalt

Methoden, die zum selbständigen Denken und Arbeiten motivieren sind uns wichtig. Interessant und spannend, kreativ und bunt sind unsere Arbeitsangebote, wir planen Musik und Bewegung, entspannende Übungen und Spiele ein.

Wir setzen Bücher, Geschichten, Lieder, Comics und Filme ein. Interaktive, selbstreflektierende, sowie gruppendynamische Ansätze finden sich in Partner- und Gruppenarbeit oder Rollenspielen und Projektarbeit.

Wer kann teilnehmen?

Der Lebenskundeunterricht ist für alle Schülerinnen und Schüler offen. Die Teilnahme setzt eine entsprechende schriftliche Anmeldung der Erziehungsberechtigten oder des religionsmündigen Schülers bei der Schulleitung oder der Lebenskundelehrkraft voraus. Religionsmündig ist, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat.

In der Regel wird Humanistische Lebenskunde in allen Klassenstufen mit zwei Wochenstunden erteilt.

Wer ist für den Lebenskundeunterricht verantwortlich?

Für die Durchführung und Gestaltung des Faches Humanistische Lebenskunde ist der Humanistische Verband Deutschlands, Landesverband Berlin e.V., verantwortlich. Er qualifiziert die Lehrkräfte, erteilt die Unterrichtsbeauftragung und übt die Fach- und
Dienstaufsicht aus. Rechtliche Grundlage ist § 13 des Berliner Schulgesetzes.

Der Humanistische  Verband Deutschland (HVD) ist eine Weltanschauungsgemeinschaft und wird nach dem deutschen Grundgesetz den Kirchen gleichgestellt.

An dieser Schule wird Lebenskunde von Yvonne Gerlach, Katharina Weymar und Kerstin Eder unterrichtet.

(Foto folgt)   (Foto folgt)   (Foto folgt)
Yvonne Gerlach
Erzieherin
Erziehungswissenschaftlerin
Diplom-Pädagogin
seit 2002 Lebenskundelehrerin
  Katharina Weymar
Erziehungswissenschaftlerin
Diplom-Pädagogin

seit 2007 Lebenskundelehrerin
  Kerstin Eder
Geisteswissenschaftlerin
Philosophie & Pädagogik  M.A.

seit 2014 Lebenskundelehrerin

Wenn Sie mehr über Lebenskunde erfahren möchten:
Tel.: 030 – 613 904 60
Fax.:030 – 613 904 52
www.lebenskunde.de

Wenn sie mehr über den Humanistischen Verband Deutschlands erfahren wollen:
Tel: 030 – 613 904 10
Fax.:030 – 613 904 50
www.humanismus.de
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26.09.2017 Nelson-Mandela-Schule · Staatliche Internationale Schule Berlin | Nelson Mandela School · State International School Berlin